Daniela Braun

Das „unmögliche“ Instrument

Performer | Viola / viola d'Amore | Historically informed performance

Die Viola d’Amore ist ein Instrument, das immer ein besonderes Außenseiterdasein geführt hat. Lange Zeit waren weder Größe, Saitenanzahl oder Stimmungs festgelegt und bis heute gibt es viele unterschiedliche Versionen des Instruments. In der gesamten Literatur wird immer wieder auf die Mängel und Begrenztheiten der Viola d‘Amore hingewiesen und bedauert, was alles auf dem Instrument nicht möglich sei. Allerdings widerlegt besonders die böhmische Viola d’Amore-Literatur des späten 18. Und frühen 19. Jahrhunderts alle diese Vorwürfe. Die Sammlung von „26 Galanterien“ von Joseph Fuchs und Franz Götz ist geradezu eine anschauliche Beweisführung, um zu zeigen, dass alle diese „Unmöglichkeiten“ auf dem Instrument sehr wohl im Bereich des Möglichen liegen. Verschiedenste Tonarten kommen zum Einsatz, auch solche die weit von der Stimmungstonart entfernt sind und es wird auf dem Instrument eine eigene hochvirtuose Technik entwickelt. Diese Virtuosität zeigt sich jedoch eher in Klangfarbenexperimenten als akrobatischem Passagenspiel, obwohl auch da demonstriert wird, dass dieses entgegen allen Behauptungen auf der Viola d’Amore sehr wohl möglich ist. Das Programm des Konzertes sind eine Reihe von Galanterien aus der Sammlung von Joseph Fuchs und Franz Götz. Zum Abschluß soll die Viola d’Amore mit einem anderen akkordische gestimmten Instrument des 18. Jahrhunderts kombiniert werden, dem Wiener Baß. Luigi Borghi hat die beiden Instrumente in seiner Sonate kombiniert.

Daniela Braun – Viola d’amore
Dane Robert – Begleitung


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